Schonzeiten aller Bundesländer - Aktuelle Regelungen für Hecht und Zander

Die Schonzeiten sind ein essenzielles Instrument im Fischereimanagement, um den Fischbestand nachhaltig zu schützen. Sie stellen sicher, dass Fische während der Laichzeit nicht gefangen werden, sodass sich die Bestände gesund entwickeln können. Besonders für Raubfische wie Hecht und Zander sind diese Regelungen von großer Bedeutung.
In Deutschland gibt es keine einheitliche Schonzeit, da diese von den Bundesländern individuell festgelegt wird. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, riskiert empfindliche Strafen. Daher ist es wichtig, die aktuellen Regelungen genau zu kennen.
Schonzeiten in den Bundesländern
Nachfolgend findest du eine Übersicht über die aktuellen Schonzeiten (stand 2025) für Hecht und Zander in den einzelnen Bundesländern. Klicke auf die Links, um zu den offiziellen Quellen zu gelangen.
- Schonzeiten Bayern:
Hecht: 15.02. – 30.04.
Zander: 15.02. – 30.04. - Schonzeiten Brandenburg:
Hecht: 01.02. – 31.03.
Zander: 01.04. – 31.05. - Schonzeiten Berlin:
Hecht 01.01. – 30.04.
Zander 01.01. – 31.05. - Schonzeiten Schleswig-Holstein:
Hecht 15.02. – 30.04.
Zander 01.04. – 31.05. - Schonzeiten Niedersachsen:
Hecht 01.02. – 15.04.
Zander 15.03. – 30.04. - Schonzeiten Sachsen:
Hecht 01.02. – 30.04.
Zander 01.02. – 31.05. - Schonzeiten Thüringen:
Hecht 15.02. – 30.04.
Zander 01.04. – 31.05. - Schonzeiten Sachsen-Anhalt:
Hecht 15.02. – 30.04.
Zander 15.02. – 31.05. - Schonzeiten Nordrhein-Westfalen:
Hecht 15.02. – 30.04.
Zander 01.04. – 31.05. - Schonzeiten Mecklenburg-Vorpommern:
Hecht - keine.
Zander - keine. - Schonzeiten Hessen:
Hecht 01.02. – 15.04.
Zander - keine. - Schonzeiten Rheinland-Pfalz:
Hecht 01.02. – 31.05.
Zander 15.03. – 15.05. - Schonzeiten Saarland:
Hecht 15.02. – 31.05.
Zander 15.02. – 31.05. - Schonzeiten Baden-Württemberg:
Hecht 01.04. – 30.04.
Zander - keine. - Schonzeiten Bremen:
Hecht 01.02. – 15.05.
Zander 01.02. – 15.05. - Schonzeiten Hamburg:
Hecht 01.02. – 31.05.
Zander 01.02. – 31.05.
Warum sind Schonzeiten wichtig?
Die Schonzeiten sind ein essenzieller Bestandteil des nachhaltigen Fischereimanagements. Sie dienen in erster Linie dazu, Fischbestände langfristig zu erhalten, indem sie den Fischen während der Laichzeit eine ungestörte Fortpflanzung ermöglichen. Gerade Raubfische wie Hecht und Zander sind auf diesen Schutz angewiesen, da sie während der Laichzeit besonders anfällig sind. Würden sie in dieser Phase massiv befischt, könnte das langfristig zu einem drastischen Rückgang der Bestände führen.
Da wir auch in Zukunft große Hechte und kapitale Zander fangen wollen und eine gesunde Fischpopulation für spannende Angeltage wünschen, müssen wir verantwortungsbewusst handeln. Nur so können wir sicherstellen, dass sich die Fischbestände regenerieren und weiterhin für ausreichend Nachwuchs sorgen. Besonders in stark befischten Gewässern zeigt sich, wie wichtig es ist, den Fischen genug Zeit zur Fortpflanzung zu geben, um eine gesunde Alters- und Größenstruktur zu erhalten.
Neben der natürlichen Bestandsregeneration spielt auch das ökologische Gleichgewicht eine große Rolle. Raubfische regulieren die Populationen von Kleinfischen und tragen so zur Stabilität des gesamten Ökosystems bei. Ohne ausreichenden Schutz könnten Ungleichgewichte entstehen, die sich negativ auf die gesamte Fischgemeinschaft auswirken.
Angler tragen eine große Verantwortung für den Erhalt der Fischbestände. Wer sich an die Schonzeiten hält, leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und sichert sich selbst und künftigen Generationen die Chance auf unvergessliche Drills und kapitale Fänge.
Tipps für Angler während der Schonzeit
Auch während der Schonzeit musst du nicht auf das Angeln verzichten. Hier sind einige Alternativen:
- Gezieltes Angeln auf andere Fischarten, die keine Schonzeit haben.
- Vertiefung deines Wissens über Angeltechniken und Köderwahl, wie z.B. Hechtangeln im Winter oder Zanderangeln im Winter
- Pflege und Wartung deines Angel-Equipments für die kommende Saison.
Indem du dich an die Schonzeiten hältst, trägst du aktiv zum Schutz der Fischbestände bei und sorgst für nachhaltiges Angeln.
Fragen und Antworten zum Artikel
Nein, jedes Bundesland legt eigene Schonzeiten fest. Die genauen Regelungen findest du auf den offiziellen Seiten der Landesfischereibehörden.
Nein, das gezielte Angeln auf geschützte Fischarten ist verboten. In manchen Bundesländern darfst du jedoch mit bestimmten Methoden weiterangeln, solange du geschonte Arten sofort zurücksetzt.
Ja, Verstöße gegen Schonzeiten können mit hohen Bußgeldern oder sogar einem Angelverbot geahndet werden.
Auch wenn du die Fische nach dem Fang wieder zurücksetzt, gilt die Schonzeit. Der Grund dafür ist, dass die Fische während der Laichzeit besonders empfindlich sind. Ein Fang, selbst wenn er anschließend wieder freigelassen wird, kann die Tiere stressen und ihre Fortpflanzung beeinträchtigen.
Die meisten Schonzeiten gelten für alle Gewässer in einem Bundesland, es können jedoch auch spezifische Regelungen für bestimmte Gewässerarten oder -regionen existieren. Es ist ratsam, sich bei den örtlichen Fischereibehörden oder über die jeweilige Webseite des Bundeslandes zu informieren.
Ja, in den meisten Fällen kannst du während der Schonzeit auf andere Fischarten angeln, die keine Schonzeit haben. Es ist jedoch wichtig, sich auch über die Schonzeiten anderer Fischarten in deinem Bundesland zu informieren, um rechtliche Probleme zu vermeiden.